In christlicher Verantwortung und in Orientierung an der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender
Menschen in Deutschland versteht sich unser Verein als Teil einer mitfühlenden, solidarischen und
menschenzentrierten Sorgegemeinschaft. Unser Zweck ist es, im Rahmen unserer Möglichkeiten das öffentliche
Gesundheitswesen und die öffentliche Gesundheitspflege zu unterstützen - insbesondere durch die Begleitung,
Betreuung und Unterstützung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörige und
Zugehörige.
Unsere Grundprinzipien:
1. Würde und Selbstbestimmung:
Jeder Mensch behält seine Würde - unabhängig von Alter, Krankheit, Herkunft, Geschlecht oder
religiöser Überzeugung. Die Wahrung der Selbstbestimmung ist für uns handlungsleitend.
Entscheidungen über unterstützende Maßnahmen werden gemeinsam mit den Betroffenen
besprochen - im Rahmen ihrer Wünsche, Fähigkeiten und Möglichkeiten.
2. Ganzheitliche Betreuung:
Wir sehen den Menschen in seiner Ganzheit. Wir schenken Zeit und empathische Zuwendung. Dabei
berücksichtigen wir körperliche, seelische und spirituelle Bedürfnisse ebenso wie die soziale
Lebenssituation. Ziel ist es, ihnen in einer oft von Ängsten, Schmerzen und existenziellen Fragen
geprägten Lebensphase Halt, Würde und Zuwendung zu geben.
3. Unterstützung von Angehörigen und Zugehörigen:
Krankheit und Sterben betreffen nicht nur den Einzelnen, sondern sein gesamtes Umfeld. Wir
begleiten und entlasten Angehörige und Zugehörige - während der Krankheitsphase und in Teilen auch
in der Zeit der Trauer. Ihre Sorgen, Ängste und ihr Schmerz finden bei uns Raum und Beachtung.
4. Uneigennützig und Gemeinwohlorientierung:
Unsere Tätigkeit ist getragen von einem uneigennützigen Einsatz für das Wohl anderer. Wir handeln
nicht gewinnorientiert, sondern im Dienst des Gemeinwohls - getragen von christlicher Nächstenliebe
und dem Respekt vor dem Leben.
5. Ablehnung aktiver Sterbehilfe und Suizidassistenz:
In Übereinstimmung mit unserem christlich-ethischen Menschenbild lehnen wir aktive Sterbehilfe
sowie jede Form der Beihilfe zum Suizid ab. Diese Praktiken stehen im Widerspruch zu unserem
Auftrag, Leben zu begleiten, zu schützen und bis zuletzt mit Sinn und Würde zu füllen.
Geäußerte Sterbewünsche nehmen wir ernst und begegnen ihnen mit Offenheit und Respekt. Durch
Gespräch, Begleitung und fachliche Unterstützung zeigen wir Wege auf, Leid zu lindern und
Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.
Unser Anliegen ist es, Räume der Menschlichkeit zu schaffen - dort, wo das Leben besonders verletzlich
wird. Wir treten ein für eine Kultur des Mitgefühls, der Fürsorge und des Beistands - in enger Zusammenarbeit
mit medizinischen, pflegerischen, seelsorgerischen und ehrenamtlichen Kräften sowie weiteren Beratungs- und
Hilfsdiensten.